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EIN PUNKT AUF DER „MUSSTE GEMACHT HABEN“-LISTE

EIN PUNKT AUF DER „MUSSTE GEMACHT HABEN“-LISTE

Was war das bitte für ein Wochenende? Ein laues Lüftchen bis hin zu einer steifen Brise, der Digitalen Serien wehte durch Gießen. Spätestens am letzten Abend der Seriale sorgte der Rote Teppich inklusive unglaublich pompöser Awardverleihung dafür, dass ich vollkommen sprachlos war und mein Herz im 2 Alien-Beat schlug.

Aber fangen wir vorne an. In den letzten Wochen ist des Öfteren der Begriff Seriale hier auf dieser Plattform gefallen. Letztes Jahr konnte ich bereits Csongor Dobrotka, seines Zeichens Filmemacher, Geschäftsführer von DOBAGO FILM UG und Gründer der Seriale kennenlernen. Eine Person mit einem unglaublich großen Einblick und Wissen über die Welt der Digitale Serien.  Csongor ist es unglaublich wichtig, dass sich alle wohlfühlen und die beste Zeit überhaupt haben. Genau dies bemerkte ich wieder an zahlreichen Kleinigkeiten, die diese Seriale auf eine Ebene mit anderen internationalen Filmfestivals der Branche stellt. Hier muss sich wirklich niemand verstecken. Nachdem ich bisher lediglich Csongors Erzählungen lauschen konnte, konnte ich es nicht erwarten selbst ein Teil dieses Spektakels zu werden. Trotz alledem hatte nicht den vollkommenen Durchblick, was dieses Festivalwochenende genau für mich im Petto hat.

Klar, dass Programm war im Vorhinein bekannt. Mit ein paar Tastenklicks und dem unbegrenzten Wissen des Internets war ein grober Überblick über die anreisenden Köpfe und Persönlichkeiten der Branche schnell gemacht. Doch eine Frage blieb. Was geht wirklich auf einem Festival für Digitale Serien so ab? Wie ist die Szene und wie cool sind die Personen, die in ihr aktiv sind wirklich?

Elefantenklo Magazin, dein Lifestyle Magazin für und aus Gießen: Die Seriale - Filmfestival für Digitale Serien - Freitag

Mit diesen Fragen im Kopf machte ich mich auf den Weg ins Restaurant heyligenstaedt, dem zuhause auf Zeit der Seriale. Es gibt wohl wenige Orte in Gießen, die diese spezielle Stimmung 3 Tage lang tragen könnten. Doch mit diesem Ort vereinten sich Glamour und zugleich die Gießener Ehrlichkeit ohne zu dick aufzutragen. Die Welt der Digitalen Serien offenbarte sich auf den ersten Blick als kleiner Mikrokosmos. Wie eines der Dörfer nah an Gießen dran. Jeder kennt jeden und alle kennen jemand aus der benachbarten größeren (Film-) Stadt. Doch als Neuling wirklich mitten hinein zukommen scheint unmöglich. Was für ein großer Fehler diese vorschnelle Annahme von mir war, zeigte bereits der erste Vormittag. Mir nichts, dir nichts kam ich ins Gespräch. Neue Gesichter scheinen von der Offenheit der Szene fast überrannt zu werden. Aus einem einfachen “Kannst du mir bitte mal den Zucker reichen?” wird ein tiefgründiges Gespräch mit vielen Einblicken und neuen Blickwinkeln.

Elefantenklo Magazin, dein Lifestyle Magazin für und aus Gießen: Die Seriale - Filmfestival für Digitale Serien - Samstag

Die Szene überrascht mich mit einem tiefen Zusammenhalt. Es scheint vollkommen normal sich wirklich gegenseitig zu unterstützen und miteinander zu wachsen. Einfach den geilen Scheiß zusammen zu rocken, das steht hier im Mittelpunkt. Letzte Woche in Gießen, nächsten Monat auf dem Filmfestival in Seoul und die Flugtickets für das Filmfestival in Vancouver werden auch noch schnell gebucht. Unterhalten wird sich größtenteils auf Englisch. Nachhaltig geflasht hat mich Kate Madison mit ihrer Serie Ren: The Girl with the Mark. Alleine der Trailer sieht schon so verdammt vielversprechend aus. Kate dann auch noch persönlich kennenzulernen und zu erleben, wie sympatisch und lustig sie ist, lässt die Lust auf die Serie schlagartig weiter steigen. Genau solche Momente machen sie doch aus – die Seriale. Man kommt ins Gespräch mit den Köpfen dahinter.

 

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Wer nach 2 ½ Tagen Serialetrubel und zahlreichen Screenings immer noch nicht vom Flow der Szene mitgerissen war, der hat sicherlich seine letzten Zweifel mit der Awardverleihung über Board geworfen. Runde Tische, wie man es von den ganz großen Preisverleihungen kennt, vier Streicherinnen, die das beste der Filmmusik darboten und so viele glückliche, sprachlose Gesichter, die einen der heiß begehrten Awards mit nach hause nehmen konnten. Es flossen Tränen der Freude, es fehlten die Worte und letztendlich fühlten wir ihn doch alle. Diesen Spirit von etwas ganz großem.

 


 

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