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ES REICHT EBEN NICHT EINFACH NUR EINE KAFFEEMASCHINE HINZUSTELLEN

ES REICHT EBEN NICHT EINFACH NUR EINE KAFFEEMASCHINE HINZUSTELLEN

Gerade einmal vor fünf Monaten hat die neue Gießener Szenebar „Who Killed The Pig“ zum ersten Mal ihre Türen geöffnet. Man könnte nun meinen, dass sich so langsam der Alltagstrott bei Besitzer Ricky und seinem Team einnistet. Doch Schluss mit den Neuerungen ist noch lange nicht. An der Bar erzählt Ricky was in Zukunft noch alles auf uns zukommen wird und verrät uns, was ein erfolgreicher Gastronom stets im Hinterkopf haben sollte.

 

Elefantenklo, dein Lifestyle Magazin für und aus Gießen: Who Killed the Pig

 

 

Vor Kurzem hast du Bands aus der Region aufgerufen sich bei dir zu melden. Was genau steckt hinter deinem Aufruf?
Bald wird es ein regelmäßiges musikalisches Event geben. Vielleicht sogar, wenn der Laden eigentlich zu hat. Ich dachte daran verschiedene Bands an einem Abend zusammen zufassen, so dass jede Band um die 30 Minuten auf der Bühne steht. Es sollen zwar verschiedene Musikrichtungen sein, aber auf der Bühne wird alles Unplugged geschehen. So dass wir alle zusammen einfach einen schönen Abend haben. Es kommt natürlich auch darauf an, wie es vom Publikum angenommen wird. Vielleicht testen wir es auch einfach mal unangekündigt und schauen wie das Konzept angenommen wird.

 

Was wird in Zukunft noch alles im „Who Killed The Pig“ passieren?
Es wird auf jeden Fall auch ein Gin-Festival geben. Erst einmal hier drin im Laden und später dann wahrscheinlich auch größer. Ich habe noch verschiedene andere Ansätze, die müssen aber alle gut geplant werden. Man darf nie stehen bleiben.

 

Gefühlt sprießen aktuell überall neue Bars aus dem Gießener Boden. Was glaubst du zeichnet dich im Vergleich zu den anderen Gastronomen in Gießen aus?
Bei uns macht es zu 90% die Location. Solch ein altes Gemäuer kann man einfach nicht imitieren. Ich finde gut, dass ich bei unserer Größe immer noch Gastgeber sein kann, was allerdings schon nicht mehr jedes Wochenende funktioniert. Wir arbeiten nicht auf Masse, sondern mit guten und unbekannten Anbieter zusammen. Ich brauche keine 70-80 Gins und auch keine hunderte Weine. Ich verkaufe, wie die anderen Gastronomen, auch nur Getränke. Wir operieren alle nicht am offenen Herzen.

 

 

Elefantenklo, dein Lifestyle Magazin für und aus Gießen: Who Killed The Pig - Hard Facts

 

Genau diese Vielfalt in Gießen finde ich gut. So kannst du eben sagen ich gehe ins Dach Cafe wegen der Aussicht, in die PizzaWolke, weil sie eben die beste Pizza haben oder ins Bärenstark, weil du vegan bist. Vorher gab es die großen Ketten und die kleineren Lokale in der Innenstadt, die alle leider austauschbar geworden sind und sich nicht mehr weiterentwickelt haben. Wenn es überall Burger gibt ist es eben schwer sich mit einem Burger abzuheben. Gerade dann, wenn du eben keinen geilen Burger machst. Bist du als Gastronom bereit für Qualität Geld zu zahlen, dann bekommst du sie auch. Wenn nicht, dann bekommst du auch nur Rotz. Ich kann keinen geilen Käse verkaufen wollen und den dann für 50 Cent raushauen. Es ist eben schwer sich immer wieder neu zu erfinden. Gastronomie ist anstrengend. Es ist nicht so, dass man nur eine Kaffeemaschine hinstellt und es funktioniert. Es ist mehr.

 

Elefantenklo, dein Lifestyle Magazin für und aus Gießen: Who Killed the Pig

 

Wie passt dazu das Vorurteil der armen Studenten? Gerade in einer Studentenstadt wie Gießen.
Ich glaube mittlerweile geht man anders weg. Als ich Student war hat man sich in Bars getroffen und ist dann weiter gezogen. Mittlerweile trifft man sich zuhause, trinkt da vor und geht gezielt auf privat Partys. Die Studis, die auch Bock haben auf was Gutes, die sind auch bereit dafür Geld auszugeben und gehen dann wahrscheinlich nicht mehr mehrmals die Woche weg sondern eben gezielter auf den Monat verteilt.

 

Danke Ricky für deine Zeit und den leckeren Kaffee.

 

 


 

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