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SO ETWAS GAB ES NOCH NIE IN GIEẞEN – GIENNALE

SO ETWAS GAB ES NOCH NIE IN GIEẞEN – GIENNALE

Zum aller ersten Mal kooperieren verschiedenen Kulturinitiativen in Gießen für ein gemeinsames Programm. Die GIENNALE bringt zusammen, was zusammen gehört. Vom 22. bis zum 30. September will das diesjährige Pilotprojekt Bürger und Bürgerinnen aus Gießen und Umgebung zeigen, dass Gießen allerlei zu bieten hat, wenn es um Kultur geht.

Kultur entsteht und passiert in Gießen nicht hinter verschlossenen Türen. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Initiativen gegründet, doch im Stadtbild und im Bewusstheit der Meisten sind sie immer noch nicht angekommen. Aus einer Permanent Pankosmische Konferenz-Veranstaltung (PPK) der raumstation3539 zum Thema Raumsuche entstand die Idee zu solch einem Kulturfestival, wie es bereits nächste Woche auf uns wartet. Denn durch die anwesenden Personen wurde damals bei der PPK schnell klar, dass die verschiedenen Kulturstätte in Gießen immer noch nicht alle wahrgenommen werden. Alle tragen gemeinsam dazu bei das Stadtbild und vor allem das Kulturgut der Stadt und die damit verbundenen Lebensqualität zu steigern.

„Mann muss es machen, wenn all dafür brennen.“
Ida-Elena Schulz

Im Gespräch eröffnete mir unter anderem Ida-Elena Schulz (Festivalleitung), was wirklich hinter den Kulissen geleistet wird. Da ich bereits selbst im Festivalbusiness gearbeitet habe, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass solch ein Festival gerne mal ein bis zwei Jahre Vorlaufzeit in Anspruch nimmt. Und hier reden wir von einem Fulltimejob. Das mittlerweile neunköpfige Orgateam der GIENNALE arbeitet seit knapp einem Jahr ehrenamtlich. Besser als mit den Worten von Wally Hund aus dem Orgateam „Weil das Herz dran hängt“ lässt sich all das nicht beschrieben. Letztendlich hat die GIENNALE-Crew mit einer extrem professionellen Arbeitsweise ein Festival auf die Beine gestellt, das weit über eine Ehrenamtliche Tätigkeit hinausgeht. Schön wäre es, wenn dies von der Stadt oder der Uni in Zukunft mit einer bezahlten Planstelle unterstützt wird.

Das diesjährige Motto der GIENNALE „Stadt als transkultureller Spielort“ zeigt, wo aktuell die Knackpunkt in der Gießener Kulturszene liegen. Die verschiedenen Kulturstätten in Gießen haben jeweils ihr festes Stammpublikum, doch ein Blick nach rechts oder links ist oft nicht drin. Kultur ist keine Einbahnstraße. „Kultur hat unzählig viele Facetten, die alle gleichwertig für die Stadtgesellschaft sind.“, so Ida-Elena Schulz. Durch die GIENNALE soll sich genau dieses Publikum vermischen und ihre Grenzen öffnen. Noch nie gab es in Gießen eine Vernetzung in solch einer Form. Zu sehen gibt es nicht nur Künstler aus der Region. Durch den Open Call wurden auch Künstler aus anderen Regionen angelockt, die nun Gießen als Kulturstätte entdecken und lieben lernen.

 

Orgateam der Giennale: Personen von links nach rechts: Ida-Elena Schulz, Hagen Reier, Franzi Maikler, Henrike Weiss, Daniel Schmack, Jan Seibert, Wally Hund, Tobi Vogler. Es fehlt Mario Alves, ebenfalls Mitorganisator.

Personen von links nach rechts: Ida-Elena Schulz, Hagen Reier, Franzi Maikler, Henrike Weiss, Daniel Schmack, Jan Seibert, Wally Hund, Tobi Vogler. Es fehlt Mario Alves, ebenfalls Mitorganisator.

 

Doch kein Grund für Schweißperlen auf der Stirn. Niemand erwartet von dir, dass du dir still vor den Werken die Beine in den Bauch stehst. Verschiedene Veranstaltungen brauchen genau dich, um zu funktionieren. So wirst du selbst zum Teil des Kunstwerkes und bist an seiner Entstehung beteiligt. Auch nicht vor außergewöhnlichen Orten wie Aufzügen oder Bussen macht die GIENNALE Halt. Jede künstlerische Disziplin ist dabei. Gleich ob Performance, Bildende Kunst, Szenische Lesungen oder ein literarischer Blog auf der Website. Alle Veranstaltungen sind bewusst kostenfrei. Ein Trugschluss wäre es davon auf die Qualität der gezeigten Werke zu schließen. Dahinter steckt der Gedanke, dass Kultur für alle zugänglich sein soll. Grenzen haben hier nichts verloren. Auch vor einen anregenden Austausch zwischen Besucher und Orgateam macht hier keiner Halt.

Wenn du dich nun fragst: Soviel krass coole Kultur – gibt es das überhaupt in Gießen? Dann bist du bei den zahlreichen Veranstaltungen während der GIENNALE und den gleichzeitig stattfindenden PopUp_Town -Festival und River Tales Street Art Festival genau richtig aufgehoben. Und wenn du nun auch noch denkst: Das ist echt mal was geiles für meine Hometown, dann melde dich unbedingt beim Orgateam und pack mit an. Helfende Hände sind vor, während und nach der GIENNALE sehr gerne gesehen.

 

 


 

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